Muay Thai

Muay Thai - im europäischen Raum besser bekannt unter dem Begriff Thaiboxen oder Thaiboxing - ist der thailändische Nationalsport und kann als einer der ältesten Kampfkünste auf eine Jahrtausende alte Tradition zurückblicken.

Wörtlich übersetzt heißt Muay Thai "Freies Boxen" (Muay = boxen, treten, Thai = frei).

In Thailand existieren zahllose Gyms mit ca. 65.000 professionellen Kämpfern, aber auch in der westlichen Welt erfreut sich das Thaiboxen zunehmend großer Popularität. Das Muay Thai ist gekennzeichnet durch Faustschläge, Tritttechniken, sowie Knie- und Ellbogenkombinationen und wird daher auch als die "The Art of the Eight Limbs"
(Kampfkunst der acht Gliedmaßen) bezeichnet.

Das stilistisch auffälligste Merkmal des Muay Thai ist der Clinch. Dieser beinhaltet das Umklammern und Halten des Gegners im Stehen, bei dem versucht wird, den Gegener aus dem Gleichgewicht zu bringen, den Kopf nach unten zu ziehen, sowie Knie- und Ellbogentechniken in der Nahdistanz anzuwenden. Handrückenschläge und diverse Wurftechniken runden die Vielfalt der technischen Möglichkeiten ab.

Trotz der Härte und Kompromisslosigkeit in den Wettkämpfen, wird Respekt in diesem Sport groß geschrieben. Dies findet vor allem seinen Ausdruck in der Fairness gegenüber dem sportlichen Widersacher und dem dargebotenen Wai Kru (ritueller Tanz) vor dem Kampf.

Ganz nach persönlicher Zielsetzung und Motivation kann Muay Thai als Fitness-Sport, Kampfkunst, Selbstverteidigung oder Wettkampfsport betrieben werden.

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